Die Kinderosteopathie ist ein Fachgebiet der Osteopathie. Angefangen vom Kinderwunsch, bis zur Behandlung im Kindes- und Jugendalter, begleitet sie ihr Kind in allen Lebensphasen.

Viele Paare hegen einen Kinderwunsch, um Ihre Familie zu komplettieren. Leider ist es jedoch nicht allen auf Anhieb vergönnt, das kleine, lebensverändernde Wunder einer Schwangerschaft mitzuerleben. Daher begeben sich manche in Kinderwunschbehandlungen seitens der Schulmedizin und müssen dort etliche Tests und Untersuchungen mit diversen Medikamenten und Spritzen über sich ergehen lassen. Das Stresslevel innerhalb der Partnerschaft steigt mit jedem weiteren Monat ohne sehnlichst erwartete Schwangerschaft weiter an. Die Chance auf eine natürliche Befruchtung schwindet immer mehr und am Ende bleibt nur die künstliche Befruchtung (in vitro Konzeption). Doch das muss nicht sein!

Gerade hier setzt die Osteopathie an und hilft beiden Partnern, wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu gelangen, ihren Stoffwechsel zu verbessern und somit ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen. In mehr als 50% der Fälle tritt in kürzester Zeit die für unmöglich erachtete Schwangerschaft plötzlich mitten in ihr Leben. In den ersten Vorsorgeuntersuchungen bei der Gynäkologin / dem Gynäkologen oder auch bei einer Hebamme, werden die ersten Fragen geklärt.

Aber das erste Trimenon (die ersten drei Schwangerschaftsmonate) geht selten spurlos an einer Frau vorbei. Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühle in der Brust oder im Unterleib; viele Schwangere kennen diese oder andere Probleme. Die Osteopathie kann in dieser Phase für eine Entspannung der Gewebe der Schwangeren sorgen und Ihre Zirkulation verbessern. Dadurch wird auch die Versorgung des Embryos (bis 10. SSW, danach Fetus genannt) optimiert, der gerade alle seine Organe anlegt (Organogenese).

Im zweiten Trimenon (dem vierten bis sechsten Monat der Schwangerschaft) erleben viele Schwangere meist eine glückliche und unbeschwerte Phase. Erst wenn es zum Ende der vierzig Wochen andauernden Schwangerschaft so langsam auf die Geburt zugeht, passt sich der Körper wieder erneut an. Hierbei kann es sein, dass es im Körper der Mutter zu Fehllagen des Ungeborenen kommt (z.B. einer Steißlage). In diesem Fall kann ein Osteopath helfen, dass der Fetus sich dreht.

Eine natürliche Geburt mit wenig oder gar keinen Schmerzen oder Geburtskomplikationen ist immer das Ziel der Osteopathie. Die Natur hat hierfür der Gebärenden alle Hormone mit in die Wiege gelegt, so dass in über 90% der Fälle eine Geburt ohne Dammschnitt, Kaiserschnitt (Sectio caesarea) oder Saugglocke (Vakuumextraktion) erfolgen kann.

Nach der Geburt kümmert sich der Osteopath / die Osteopathin um die Gebärende und ihr Neugeborenes; 70% der Babys haben durch die Geburtsanstrengungen eine primäre Dysfunktion (ursächliche Störung z.B. für einen Schiefhals oder ein sogenanntes Schreikind) in sich, die sich allerdings osteopathisch meist leicht beheben lässt. Bei kleineren oder größeren Problemen des Heranwachsenden kann die Osteopathie ebenfalls wieder gute Hilfestellung leisten, so dass ein Kind seine Kindheit unbeschwert genießen kann.

Kinder sind sehr regenerationsfähig, besser als Erwachsene; daher reichen meist schon wenige Behandlungen aus, um Ihnen auf dem Weg in ihre Gesundung und Gesunderhaltung zu helfen.

Einige Beispiele, bei denen Osteopathie helfen kann, sind:

 

→ nach operativem Geburtseingriff wie z.B. Kaiserschnitt (Sectio caesarea), Saugglocke (Vakuumextraktion), Zangengeburt (Forceps)

 

→ bei geburtsbedingten Traumen wie Schiefhals (Torti collis) und Schädel- oder Gesichtsasymmetrien

 

→ Haltungsschäden (z.B. Hüftdysplasie, Überstreckung des Nackens)

 

→ Entwicklungsstörungen aller Art

 

→ Erkrankungen der Atem- oder Verdauungswege (Asthma, multiple Infekte, Verstopfung, übermäßiges Spucken, Dreimonatskoliken)

 

→ ADHS (sog. hyperaktive Kinder)

 

→ “Schreikinder”
und vielem mehr...